Das Roastbeef ist die Mutter aller Steaks, denn es ist das Zwischenrippenstück, aus dem zum Beispiel das Entrecôte, das T-Bone-Steak und das Rumpsteak geschnitten werden. Es kann also entweder zerteilt werden oder man macht daraus einen saftigen Braten, der gerade zu Weihnachten sehr beliebt ist . Und zu einem Braten gehört natürlich immer auch eine ordentliche Beilage. Viele von Ihnen werden sofort an Remoulade denken, den typischen Begleiter des Roastbeefs. Dabei geht es noch viel, viel besser.

Die rustikale Beilage: Roastbeef mit schwedischen Fächerkartoffeln

Roastbeef ist Hausmannskost vom Feinsten. Welche Beilage könnte da also besser passen als Kartoffeln? Klassischerweise wird Roastbeef in Deutschland oft mit aromatischen Rosmarinkartoffeln oder mit deftigem Kartoffelgratin serviert. Tatsächlich passen Kartoffelgerichte aller Art dazu, von Pommes Frites über Pellkartoffeln bis hin zum Kartoffelpüree. Schwedische Fächerkartoffeln aus dem Backofen sind eine besonders feine Beilage, die herrlich schmecken und Gäste mit ihrer originellen Optik begeistern. Für vier Personen brauchen Sie:

  • 12 mittelgroße Kartoffeln (festkochend)
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Parmesan
  • 80 g Butter

Die Kartoffeln werden geschält, gewaschen und abgetupft. Schneiden Sie die Kartoffeln in 2-3 Millimeter dünne Scheiben, je dünner desto besser (mit dickeren Scheiben geht es aber auch). Wichtig ist, dass Sie die Scheiben nicht komplett abschneiden, sondern unten einen Streifen lassen, mit dem alle Scheiben verbunden sind. Zur Hilfe können Sie die Kartoffel auf einen Esslöffel legen, das gibt Stabilität. Wenn Sie möchten, können Sie außerdem jede zweite Scheibe heraustrennen und die Zwischenräume nach Ihrem Geschmack befüllen – zum Beispiel mit Kräutern, Gewürzen oder Schinkenstückchen.

Breiten Sie die Kartoffeln auf einem Backblech mit Backpapier aus, mit den Einschnitten nach oben. Bringen Sie die Butter in der Mikrowelle zum Schmelzen, streichen Sie die Kartoffeln damit ein und streuen Sie etwas Salz drüber. Geben Sie das Blech in den vorgeheizten Backofen (180 Grad Umluft), je nach Dicke der Scheiben müssen die Kartoffeln bis zu 60 Minuten garen. Etwa zehn Minuten bevor Sie die Kartoffeln rausholen, streuen Sie den Parmesan drüber und schauen ihm beim Schmelzen zu. Na, läuft Ihnen schon das Wasser im Mund zusammen?

5 Wege, um Roastbeef perfekt zuzubereiten und alles Lesenswerte zu diesem leckeren Stück, lesen Sie hier bei uns im Blog!

Die englische Beilage: Roastbeef mit Yorkshire Pudding

Die englische Küche ist manchmal besonders. Viele Gerichte von der Insel haben für den Gaumen des Festlands einen doch etwas abenteuerlichen Geschmack. Roastbeef mit Yorkshire Pudding zählt eindeutig nicht dazu. Dieses Duo ist von der englischen Speisekarte genauso wenig wegzudenken wie Fish and Chips und ist auch über die Landesgrenzen hinaus ein unschlagbares Paar.

Aber Fleisch mit Pudding? Kann das denn sein? Keine Sorge: Mit Grieß, Schoko und Co. hat Yorkshire Pudding nicht zu tun. Hinter dem trügerischen Namen verbirgt sich eine herzhafte, gebackene Teigware. Und so wird sie gemacht:

  • 200 g Mehl
  • 4 Eier
  • 500 ml Milch
  • 3 EL Butter
  • Salz

Schmelzen Sie die Butter und verrühren Sie die Eier. Geben Sie das Mehl, die Milch und etwas Salz zum Ei und verrühren Sie alles zu einem Teig, den Sie eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Pinseln Sie mit der Butter zwölf kleine Pastetenförmchen ein und stellen Sie sie in den vorgeheizten Ofen (200 Grad Umluft). Nach fünf Minuten füllen Sie den Teig in die Förmchen und lassen ihn in den nächsten 10-15 Minuten aufgehen. Er sollte eine schöne goldbraune Farbe annehmen.

Tipp: Roastbeef und Yorkshire Pudding kommen beide aus dem Ofen. Sparen Sie sich also unnötigen Stress, in dem Sie beides gleichzeitig zubereiten. Einfach die Beilage 15 Minuten vor Ende der Garzeit zum Braten dazu stellen: So müssen Sie nicht auf eins der Gerichte warten und außerdem nimmt der Pudding das Aroma des Fleisches auf –  hmm, köstlich!

Die flüssige Beilage: Roastbeef mit klassischer Sauce béarnaise

Weniger ist manchmal mehr und wenn Fleisch schon von allein so herrlich schmeckt wie das Roastbeef, dann kann zur Perfektion auch schlicht eine Soße reichen. Zum typisch englischen Braten passt dabei ein französischer Klassiker besonders gut: die Sauce béarnaise. Wer sein Roastbeef mit diesem cremig-würzigen Begleiter anrichtet, braucht keine weitere Beilage mehr. Die Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 2 EL Weißweinessig
  • 50 ml Weißwein
  • 100 ml Wasser
  • 250 g Butter
  • 4 frische Eigelb
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 TL getrockneter Estragon
  •   frisch geschnittener Estragon
  • Salz
  • Pfeffer

Pellen Sie die Schalotte und schneiden Sie sie in feine Würfel. Geben Sie sie gemeinsam mit dem Essig, dem Weißwein, dem getrockneten Estragon und dem Wasser in eine Pfanne und lassen Sie die Mischung auf 100 ml einkochen. Geben Sie die Reduktion anschließend durch ein feines Sieb.

Lassen Sie die Butter in einem Topf schmelzen und anschließend fünf Minuten langsam köcheln (immer im Auge behalten!), schöpfen Sie dann die entstehende weiße Molke ab. Die Butter köchelt auf dem Herd weiter, während Sie das Eigelb zum Weißwein-Essig-Gemisch dazugeben. Schlagen Sie die Mischung in einem heißen Wasserbad fünf Minuten lang cremig-schaumig auf und geben Sie dann nach und nach unter Rühren die Butter dazu. Nehmen Sie den Topf aus dem Wasserbad und schmecken Sie die Sauce béarnaise mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft ab.

Ein paar frische Zweige Estragon zur Dekoration auf den Teller legen und voilà –  fertig ist das Festmahl.

Die ultimative, die beste, die einzig wahre Beilage: Roastbeef mit Roastbeef

Seien wir ehrlich: Ja, Kartoffeln sind schon ganz nett und auch eine leckere Soße hat noch keinem geschadet. Doch wenn am Ende der Teller leer ist, wovon hätten Sie dann am liebsten noch mehr gehabt? Richtig, vom Roastbeef selbst. Schieben Sie also doch einfach mal alles, was Sie über Beilagen wissen, bei Seite und folgen Sie Ihrem Herzen.

Roastbeef zu Roastbeef, Staub zu Staub –  die Beerdigung der traditionellen Beilagen

Wenn Sie sich jetzt von so viel Fleischeslust übermannt fühlen, können Sie es erstmal auch langsam angehen lassen, zum Beispiel mit einem Roastbeef-Salat. Für alle anderen kommt jetzt das Beste, was man zu Roastbeef servieren kann. Sie brauchen:

  • 1 kg Roastbeef
  • 2 EL Öl
  • grobes Meersalz
  • Pfeffer

Holen Sie das Fleisch schon eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit es später gleichmäßig gart. Tupfen Sie es trocken und schneiden Sie den Fettdeckel längs und quer so ein, dass ein Schachbrettmuster entsteht. Vorsicht: Nicht ins eigentliche Fleisch schneiden! Würzen Sie das Fleisch mit Salz und Pfeffer, erhitzen Sie das Öl in einer großen Pfanne und braten Sie das Roastbeef von allen Seiten (nicht nur oben und unten) ca. acht Minuten lang an.

Ihr Hauptgericht ist schon im Ofen? Jetzt kommt das Beilagen-Roastbeef dazu! So sparen Sie Zeit und Energie. Legen Sie das Roastbeef auf ein Blech, stecken Sie ein Bratenthermometer an der dicksten Stelle bis zur Mitte ins Fleisch und braten Sie die Beilage 40 Minuten lang bei 140 Grad. Nach dieser Garzeit sollte die Kerntemperatur am Ende bei 60 Grad liegen. Nach dem Braten wickeln Sie das Roastbeef erst für eine Viertelstunde in Alufolie, damit das Fleisch ruhen kann. Anschließend in Scheiben schneiden: fertig! Darüber hinaus können Sie Roastbeef auch mit der Niedrigtemperatur-Methode garen.

Diese Beilage passt hervorragend zum Geschmack des Roastbeefs und dient als eiweißreiche Alternative zum Brot. Mit Butter bestrichene oder mit Schinken belegte Roastbeefscheiben haben einen vollmundigen Eigengeschmack, ohne einfach nur zu stopfen. Und wenn das Hauptgericht verputzt ist, kann man damit wunderbar den wertvollen Bratensaft aufwischen. Übrigens: Auch kalt schmeckt Roastbeef ausgezeichnet. Dann am besten in hauchdünne Scheiben geschnitten servieren.

Fazit zu den Roastbeef-Beilagen

Das Roastbeef ist ein Prachtstück des Rinds und ein köstlicher Festtagsbraten. Mit der richtigen Beilage merkt man erst wie vielseitig (oder wundervoll einseitig) es überhaupt sein kann. Viel Spaß beim Nachkochen!