Das traditionelle American Steakhouse

In den USA gibt es Steakhäuser schon seit den 1850er Jahren, damals hießen sie aber noch anders, nämlich Beefsteak Banquets oder Chophouses (chop = Kotelett). Beide tauchten zunächst in New York auf, der Stadt mit den besten Beef Cuts Amerikas – aus dem einfachen Grund, dass sich die Kunden nur dort wirklich gutes Fleisch leisten konnten. Beide Gaststätten waren eher für Männer gedacht – Frauen verirrten sich eher selten dorthin.

Traditionell wurden in diesen frühen Restaurants dünn geschnittene Tenderloins und unterschiedliche andere Steaks am Stück serviert, manchmal wurden auch Koteletts, Lammnieren oder Bacon Strips angeboten. Dazu gab es gebackene Kartoffeln und Ale. Abgeschlossen wurde die Mahlzeit mit einem Stück Apple Pie oder Käse.

Das Steakhouse heute: Für jeden Geldbeutel was dabei

Heutige Steakhäuser haben deutlich mehr auf dem Speiseplan als ihre historischen Vorgänger: In Premium-Häusern wird Prime Steak vom Black Angus bis zum Wagyu aufgefahren, und die Speise- und Weinkarte ist mancherorts bücherdick.

Unterschiede gibt´s aber natürlich immer noch: An der Systemgastronomie, also Ketten, schätzen Kunden unter anderem die immer gleichbleibende Qualität, individuelle Steakhäuser lassen viel Raum für Entdeckung und Überraschung, und am obersten Ende der Nahrungskette stehen Luxus-Häuser wie z.B. der Beef Club in Berlin oder das Hohoffs in Dortmund.

Gleichbleibende Qualität in Steakhouse Ketten

In Deutschland haben sich zwei Ketten durchgesetzt: Maredo und Block House. Der eher exotisch klingende Name Maredo setzt sich übrigens zusammen aus Anfangsbuchstaben der Gründer Manfred Holl, Karl-Heinz Reinheimer und Udo Schlote. Block House wurde vom Hamburger Unternehmen Eugen Block gegründet. Bei beiden Ketten gibt es recht günstige und grundsolide Steaks.

Die besten deutschen Steakhäuser

Es gibt inzwischen viele gute Steakhäuser in Deutschland, aber diese hier landen immer wieder auf den Bestenlisten von Michelin zum Manager-Magazin:

Im Hohoffs 800° in Dortmund und jetzt auch in Hamm wird bei extrem hohen Temperaturen von, logisch, über 800 Grad gegrillt (ergibt eine außergewöhnlich ausgeprägte Maillard Reaktion!), außerdem wird das Brot im Haus gebacken. Auf den aus Kalifornien importierten Gas-Infrarotgrill kommt vor allem US Beef.

Das Grill Royal in Berlin bot als erstes Restaurant die Spezialität Kobe-Beef an, also Wagyu, das in der japanischen Region Kobe aufgezogen wurde. Die lässige Atmosphäre zieht internationale Stars, nationale Promis, lokale Kunst- und Kreativwirtschaft und Touristen mit Geschmack gleichermaßen an.

Im Surf´n Turf in Frankfurt gibt es – wie der Name schon sagt – neben Fleisch auch ausgezeichnete Meeresfrüchte – in eher schicker, weiß eingedeckter Anzug-Atmosphäre (Frankfurt eben). Das Fleisch wird auf unterschiedlichen Grills zubereitet, um die für das jeweilige Fleisch absolute Perfektion sicherstellen zu können.

The Grill in München hat nicht nur beste Steaks und Abwechslung in der Speisekarte, sondern auch eine interessante Location zu bieten: Im Münchner Künstlerhaus gart der französische Küchenchef zunächst im Ofen vor und perfektioniert es nach einer Ruhephase auf dem Gasgrill.

Das beste Steakhouse in Ihrer Nähe: Hier werden Sie fündig!

Auf der Suche nach dem besten Steakhouse gleich bei Ihnen um die Ecke, oder auch bei der Suche nach unterschiedlichen Preiskategorien kann Ihnen TripAdvisor behilflich sein:

  • Für die Region Düsseldorf schauen Sie am besten hier nach.
  • Für die Region Köln werden Sie hier und auch hier fündig.

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Goldhorn Beef Club: Exquisiter geht es nicht

Ein Höhepunkt in der Geschichte der deutschen Steakhouse Restaurants fand im November 2014 statt: Mit der Eröffnung des Goldhorn Beefclub in Berlin wurde die Stadt, die gerade dabei ist, New York den Rang abzulaufen wenn es um gute Steaks geht, um eine Attraktion reicher.

Der Goldhorn Beef Club ist, wie der Name schon sagt, in erster Linie ein Club, also für Mitglieder gedacht: Es gibt drei Stufen der Club-Mitgliedschaft, die bis hin zu mehreren tausend Euro im Jahr kostet und dafür Services umfasst wie den privaten Shuttleservice mit Rund-um-die-Uhr-Steak-Versorgung, der persönlichen Assistentin oder individuellem Steakbesteck. Das Essen scheint auch zu passen - Thorsten Brandenburg von Bbqpit schreibt in seiner Restaurant-Besprechung euphorisch, das Menü sei "schlichtweg das Beste, was ich jemals gegessen habe!"

Die Idee eines Steak Clubs ist übrigens alt, es gab sie häufig in England, damals noch als "Gentlemen Only" – Frauen durften nicht rein. Der erste Club dieser Art wurde 1705 in London gegründet, die "Sublime Society of Beef Steaks". Es gab nur 24 Plätze - einer davon war vom Prince of Wales belegt. Mitglied werden konnte man nur, wenn eins der vorherigen Mitglieder starb und seinen Platz freigab.

Der Goldhorn Beef Club in Berlin jedoch erlaubt natürlich auch das schöne Geschlecht – und wer nicht gleich eine Jahres-Mitgliedschaft will, kann eine kostenlose 24h Probe-Mitgliedschaft beantragen.

Fazit

Ob Kette oder kleines Restaurant, ob für den kleinen oder größeren Geldbeutel, ob rustikal oder extrem edel – es gibt inzwischen so viele verschiedene Angebote, dass für eigentlich jedes Bedürfnis gesorgt ist.

Aber ehrlich gesagt: Ich persönlich finde es meistens zu Hause schöner. Da rennt einem keiner zwischen den Füßen rum, da kann man selbst über die Musik bestimmen, das Fleisch ist definitiv von allerbester Qualität. Und dass ich selbst auch ein verdammt gutes Steak brate, das können Sie mir glauben!