Hat Holzkohle bald ausgedient?

Ganz so schlimm ist es nicht. Es ist wohl eine Co-Existenz von Holzkohle- und Gasgrills möglich, da beide ihre eigene Daseinsberechtigung haben. Immerhin wollen viele nicht auf den Geschmack und das Aroma von Grillgut verzichten, das über Holzkohle gegart wurde. Zudem sind Sie mit einem Holzkohlegrill unabhängig von Strom oder Gas. Es gibt also noch immer gute Gründe für Holzkohle.

Vorteile von Gas sind nicht von der Hand zu weisen

Dennoch erkennen viele Menschen die Vorteile eines Gasgrills, was dafür gesorgt hat, dass diese Grills wohl in den letzten Jahren immer populärer wurden. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind Gasgrills vor allem bei Menschen unter 30 sehr beliebt und haben sich mittlerweile zu einer Art Lifestyle-Produkt entwickelt.

Durch diese Beliebtheit werden selbst hochwertige Modelle immer erschwinglicher, was sie noch attraktiver macht. Kein Wunder, die Vorteile eines Gasgrills sprechen für sich.

Schnelligkeit und spontanes Grillen

Während Sie beim Holzkohlegrill erst einmal mühevoll die Kohle zum Glühen bringen müssen, leben Gasgrills davon, dass sie quasi sofort einsatzbereit sind. Die nötige Hitze erreichen die meisten Gasgrills bereits nach wenigen Minuten, was vor allem für einen sehr spontanen Grillspaß sorgt. Einen Gasgrill zu nutzen ist nämlich nicht viel aufwändiger als einen Herd einzuschalten.

Betrieb günstiger als die Anschaffung

Holzkohlegrills bekommt man bereits für kleines Geld, während Sie für einen guten Gasgrill mehrere Hundert, wenn nicht sogar tausende Euro ausgeben müssen. Während die Anschaffungskosten für ein Gasgerät vergleichsweise hoch sind, fallen die Betriebskosten am Ende jedoch erfreulich niedrig aus.

Wenn der Grill über mehrere Jahre hinweg regelmäßig genutzt wird, ist das benötigte Gas günstiger als Kohle. Der Gasverbrauch hängt jedoch vom jeweiligen Grill-Modell ab.

Raucharoma nach Bedarf

Viele Kohlegrillanhänger möchten nur ungern auf Gasgrills Essen zubereiten, da ihnen das markante Grillaroma fehlt. Doch auch der rauchige Geschmack lässt sich mit einem Gasgrill herstellen, und zwar mit Räucherchips oder Woodchunks. Die entwickeln beim Erhitzen einen Rauch, der bei einem geschlossenen Grilldeckel Aroma an das Grillgut abgibt.

Bessere Temperaturregelung

Wer mit dem Holzkohlegrill sein Fleisch zubereitet, sollte sein Gerät wirklich gut kennen. Andernfalls ist es möglicherweise außen bereits verbrannt, innen aber noch roh. Mit einem Gasgrill kann so etwas nicht so schnell passieren.

Die Temperatur lässt sich nämlich ganz einfach wie bei einem Herd regeln und stets gleichmäßig halten. So kann das gesamte Grillgut schön gleichmäßig garen. Bei teureren Modellen sind sogar mehrere Temperaturzonen möglich.

Angenehmer für die Nachbarn

Gerade in der Sommerzeit kann durch das Grillen die Situation mit den Nachbarn etwas angespannt sein. Der Grund ist Rauch, der zu ihnen rüber weht und sie stört. Dieses Problem gehört mit einem Gasgrill der Vergangenheit an, da hierbei kein Rauch entsteht. Vor allem für Balkone in Mietwohnungen sind diese Geräte deshalb sehr zu empfehlen.

Vielseitigkeit: Wie eine Küche für draußen

Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit eines Gasgrills. Denn mit ihm lässt sich nicht nur grillen, sondern Sie können quasi einen vollständigen Herd auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten mit einem Gerät ersetzen.

Sie können in erster Linie mit direkter Hitze grillen. Daneben ist das Backen von Pizza oder sogar von Kuchen auf dem Grill möglich. Je nach Modell gibt es sogar noch eine separate Kochplatte, auf der Sie Beilagen zubereiten können. Die Möglichkeiten eines Gasgrills sind denen eines Holzkohlegrills weit überlegen.

Mehr Sicherheit

Beim Gasgrill hantieren Sie zwar mit Feuer, allerdings lassen sich die einzelnen Brenner ganz kontrolliert mit den Reglern vorne am Gerät zünden. Beim Holzkohlegrill ist das doch etwas umständlicher und mitunter sogar gefährlich, wenn Sie beispielsweise durch zu viel Brennspiritus oder dessen falsche Nutzung eine Stichflamme erzeugen. Das kann beim Gasgrill nicht vorkommen. Dennoch sollten Sie vor allem beim Anschließen der Gasflasche auf Sicherheit achten.

Ein Plus an Gesundheit

Im Vergleich zum Holzkohlegrill ist die Zubereitung Ihres Grillguts mit Gas deutlich besser für Ihre Gesundheit. Hier gibt es keine krebserregenden Stoffe, die durch herabtropfendes Fett und glühende Kohle entstehen. Auch in Sachen Umweltschutz schneidet der Gasgrill besser ab als der Holzkohlegrill. 

Schnelle Reinigung

Nach dem BBQ stellt sich der Gasgrill ebenfalls als unkomplizierter heraus. Es müssen keine Asche oder Ruß umständlich entfernt werden. Nach dem Grillen mit Gas können die meisten Teile mit einem weichen Schwamm und etwas Spüli gereinigt werden. Eingetrocknete Reste werden mit einer Messingbürste entfernt. So macht die Reinigung eines Grills nicht viel mehr Mühe als das Reinigen der Küche nach dem Kochen.