Steaks in der Grillpfanne – eine gute Idee

Ein großes Problem bei der gewöhnlichen Pfannenzubereitung ist, dass das Fleisch wirklich im Fett liegt und quasi schwimmt. Es nimmt also das Fett wieder auf und wird somit schlichtweg fettig. Das muss jedoch nicht sein:

-      Grillpfannen – diese Pfannen besitzen einen besonderen Boden, der von Rillen, beziehungsweise schmalen Erhebungen gekennzeichnet ist. Die Erhebung hält das Fleisch vom Boden fern, sodass es nie mit dem gesamten Fett in Berührung kommt. Hierbei kommt es jedoch auch ganz auf das gewählte Modell an. Auf Pfannen.org können Interessierte sich ein genaueres Bild von den verschiedenen Möglichkeiten machen.

-      Geschmack – Grillpfannen bieten zudem den Vorteil, dass das zubereitete Steak schließlich an das vom Grill erinnert. Natürlich fehlt die Räucherung, die sonst von der Kohle stammt, dennoch erhält es ein Grillaroma.

Wer keine Grillpfanne nutzen möchte, der kann Steaks auch auf Minigrills oder Elektrogrills in der Küche zubereiten:

-      Minigrills – sie erinnert eigentlich an einen Sandwichtoaster, nur sind sie für Fleisch gedacht. Durch die Beschichtung kommt das Fleisch gar nicht mit Fett in Berührung, überschüssiges Fett tropft in die Auffangschale. Der Nachteil ist, dass diese Grillart relativ lange dauert und sich nicht für größere oder mehrere Fleischstücke eignet. Je nach Grill werden auch nicht beide Klapp-Seiten ordentlich beheizt, sodass es Übung erfordert, ein gutes Steak zuzubereiten.

-      Elektrogrills – das austretende Fett tropft gleich in die Wasserschale, die Heizelemente bieten das Grillfeeling, allerdings ist kein offenes Feuer nötig und die Grills können mühelos in der Küche verwendet werden.

Bratfett reduzieren

Ein guter Schuss Öl oder Fett gehören in die Pfanne. Vielfach ist der gute Schuss jedoch eher ein kleiner See, denn immerhin verbrennt auch viel des Fettes, sobald die Pfanne erhitzt. Das Prinzip stimmte damals, denn ohne eine gute Beschichtung war viel Fett nötig, damit das Fleisch oder anderes Bratgut nicht auf dem Boden anpappte. Und heute?

-      Anti-Haftbeschichtung – die meisten Pfannen verfügen über eine eigene Beschichtung, die das Anbrennen des Bratguts relativ zuverlässig verhindert. Selbst günstige Pfannen sind beschichtet.

-      Pinsel – Pinsel, möglichst aus Silikon, helfen dabei, den Boden der Pfanne mit einer dünnen Fettschicht zu versehen. Viel Öl oder Fett ist nun gar nicht mehr nötig. Zudem tritt immer Fett aus dem Fleisch aus, das eine zusätzliche Schmierschicht bildet.

-      Fettsprüher – es gibt auch spezielle Sprüher, die das Fett in der Pfanne versprühen. Sie arbeiten nach demselben Prinzip wie der Pinsel, tragen das Fett aber nur hauchdünn auf.

Einzig zum Frittieren ist Fett notwendig, alles andere lässt sich hervorragend mit wenig – bis keinem – Fett zubereiten. Je nach Fleisch genügt sogar eine schlichte Schale für den Backofen.

Soßen entfetten

Fette Soßen sind köstlich, daran geht kein Weg vorbei. Doch verhält es sich mit ihnen so ähnlich, wie mit der fetten Brühe, die aus Brühwürfeln zubereitet wird und schließlich als Suppe getrunken wird. Nicht jeder Körper verträgt das massige Fett und wer Pech hat, der verbringt den Rest des Abends an dem Ort, der möglichst weit von der Küche getrennt ist: Der Toilette. Ohnehin sind fette Soßen und Brühen heute verpönt und gehören kaum noch in die Küche. Aber darf das Bratenfett nun gar nicht mehr genutzt werden, wenn es doch so ein toller Geschmacksträger ist? Natürlich, aber mit Tricks:

-      Fettscheidekännchen – Fett hat eine wunderbare Eigenschaft: es setzt sich oben ab. Fettscheidekännchen trennen beim Auskippen der Soße zuverlässig das Fett von der Flüssigkeit, da sie einen kleinen Filter haben. Der Nachteil ist, dass die Kännchen nur abgekühltes Fett aussieben können. Die Soße muss also am Vorabend zubereitet worden sein.

-      Ersatz – wer kein Scheidekännchen besitzt, der kann das oben schwimmende Fett natürlich auch mit dem Löffel abschöpfen. Auch hier muss die Soße abgekühlt sein – allerdings reicht in beiden Fällen oft schon eine Stunde im Kühlschrank.

-      Direkthilfe – und was ist, wenn die Soße gleich benötigt wird? Auch hier helfen kleinere Küchenhacks: Die Soße wird über ein Papierküchentuch oder einen Kaffeefilter in eine Schale geschüttet. Der Zellstoff siebt das Fett nun ebenfalls aus. Wer es sauberer und weniger hakelig wünscht, der legt einige Zewa in ein Nudelsieb und kippt die Soße nun direkt durch das Sieb.

Tipp: Manchmal genügt es übrigens schon, für die Soße überwiegend den Saft des Fleisches zu verwenden, anstatt zusätzliche Brühe oder Soßenwürfel zu verwenden. Sowohl die Brühwürfel als auch die Soßenwürfel enthalten viel Fett, das oft gar nicht mehr notwendig ist.

Zubereitungsart ändern

Es kommt natürlich immer auf das Fleisch an. Wer ein Steak zubereiten möchte, der kommt mit dem Backofen niemals zu einem ordentlichen Ergebnis. Doch gerade bei Braten oder Fleisch, das über einen gewissen Zeitraum garen muss, ist der Backofen eine fettsparende Idee. Es braucht nicht einmal viel Zubehör, denn Auflaufschalen bieten sich für nahezu alles an. Sie sind beschichtet, sodass das Fleisch nicht anpappen kann, wer nun noch ein wenig Fleischsaft oder Soße hinzugibt, Alupapier drüberlegt, der hat seinen ganz persönlichen »Kugelgrill« für den Backofen.

Insgesamt gibt es viele Gerichte und Fleischsorten, für die gerade einmal ein Spritzer Öl oder ein wenig Fett notwendig ist. Die heutigen Bratpfannen und Kochgeschirre sind alle beschichtet, es ist also nicht mehr so, dass das Fett die einzige Möglichkeit ist, das Fleisch nicht anbrennen zu lassen.

Lecker auch ohne viel Fett 

Fazit – Fleisch funktioniert auch fettarm

Warum sollte auf dem Herd nicht das funktionieren, das auf dem Grill längst üblich ist? Mit nur wenig Öl oder Fett kommen die meisten Fleischarten auf dem Herd aus, denn beschichtete Pfannen machen die Fettschicht überflüssig. Und mit einigen Tricks lassen sich auch die elenden Fettaugen auf der Soße entfernen. Ob mit einem Fettkännchen oder einem simplen Papiertuch – wer keine Fettaugen wünscht, der braucht auch keine in der Soße zu haben.