Ein leckeres Fleischfondue ist aber nicht nur eine der geselligsten Arten des Kochens. Mit den richtigen Zutaten wird das Fondue zu einer erstklassigen Zubereitungsart, von der selbst Starköche schwärmen. Wir zeigen Ihnen, wie Ihr nächstes Fondue in wenigen Schritten zum Highlight wird.

Schritt 1: Das Fondue richtig vorbereiten

Seien Sie ehrlich. Wann haben Sie Ihr Fondue-Set das letzte Mal benutzt? Vorgestern? Oder eher so? vorletztes Jahr? Falls Sie tendenziell zur zweiten Kategorie gehören, sollten Sie Ihr Fondue vor dem Gebrauch kurz ausprobieren. Wenn das gute Teil heimlich den Geist aufgegeben hat, wäre das beim Abendessen eine unschöne Überraschung.

Beim Fondue kann jeder ganz genau entscheiden, wie viel er isst ? einfach ein Steak für jeden, diese Rechnung geht nicht auf. Je nachdem, wie viel es zum Fondue dazu gibt, können Sie aber mit 250-350 Gramm Fleisch pro Person rechnen. Holen Sie das Fleisch ruhig schon 1-2 Stunden vor dem Essen aus dem Kühlschrank, damit später der Temperaturunterschied nicht so groß ist. So ist das Fleisch schneller fertig und schmeckt auch besser: Der Temperaturunterschied ist dann nicht mehr so extrem, das Fleisch wird innen und außen gleichmäßig gar und bleibt angenehm zart.

Schritt 2: Kommt Brühe oder Öl ins Fondue?

Es geht beides. Der Unterschied liegt im Geschmack und in den Kalorien. Die Brühe ist leichter bekömmlich als das Öl. Das Fleisch wird darin bei etwa 90 Grad ganz sanft gegart und ist zart im Biss ? das dauert allerdings auch etwas länger. Die Brühe verleiht dem Fleisch nur eine ganz leichte Geschmacksnote, deshalb eignet sie sich hervorragend, wenn man noch leckere Dips, Saucen oder Beilagen dazu servieren möchte.

Mit Fett im Fondue-Topf wird das Fleisch schön knusprig. Das Öl wird bis zu 180 Grad heiß, was sich gut mit der Holzlöffelprobe überprüfen lässt. Dazu einfach einen Holzlöffel hineinhalten: Wenn sich am Holz kleine Bläschen bilden, hat das Öl die richtige Temperatur. Das Fleisch wird bei dieser Variante frittiert und erhält einen kräftigen Eigengeschmack. Geeignet ist zum Beispiel Rapsöl oder ein anderes neutrales Pflanzenöl.

Feste Fette sind besonders gut, sie lassen sich höher erhitzen. Mir persönlich schmeckt ein Fondue mit Öl besser. Fett ist nun mal ein Geschmacksträger und um den geht´s hier doch schließlich.

Tipp: Erhitzen Sie die Brühe oder das Öl vorher auf dem Herd und geben Sie es erst dann ins Fondue. So muss das Rechaud (der "Kocher") lediglich die Temperatur halten und Sie können schneller mit der Zubereitung loslegen.

Schritt 3: Das passende Fleisch finden

Was an Fondue so wunderbar ist? Seine Vielseitigkeit. Lammlachse? Passen sehr gut. Schweinefilet vom Iberico-Schwein? Schmeckt hervorragend. Färsen Steakhüfte? Wie fürs Fondue geschaffen. Selbst Garnelen und Fisch dürfen Sie in diesem kleinen Topf zubereiten. Dementsprechend können Sie für Ihre Gäste auch eine gemischte Fleischplatte vorbereiten. Das Fleisch sollte lediglich zart und mager sein.

Das Fleisch wird normalerweise in 2-3 cm große Würfel geschnitten, für eine Brühe in 5 mm dicke Scheiben. Wenn Sie möchten, können Sie das Fleisch vorher marinieren, es schmeckt aber auch unbehandelt. Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass Sie das Fleisch nicht im Vorfeld würzen. Die Gewürze werden sich immer teilweise vom Fleisch lösen, das verschmutzt nur unnötig die Flüssigkeit. Stellen Sie die Gewürze lieber mit auf den Tisch und lassen Sie Ihre Gäste ihr Essen nach dem eigenen Bedarf abschmecken.

Schritt 4: Mit Fondue-Saucen und Dips für Vielfalt sorgen

Wer "Fondue" sagt, der muss auch "Knoblauchsauce" sagen. Ob auf Ölbasis oder so cremig wie in diesem Rezept ? sie ist ein Klassiker und beim Fleischfondue nicht wegzudenken. Fondue lebt aber auch von der Abwechslung und ist es ratsam, immer mehrere unterschiedliche Dips und Saucen auf dem Tisch stehen zu haben. Pikante Chilisalsa heizt ordentlich ein, Currysauce birgt eine exotische Note, fruchtiger Preiselbeer-Dip ist ein herrlicher Kontrast zu rotem Fleisch. Was besonders gut zum Fondue passt: Chutney. Mango-Chutney ist da mein heimlicher Favorit.

Schritt 5: Beilagen – die Backgroundsänger des Fleischfondues

Beim Fleischfondue ist der Star ganz klar: das Fleisch. Wählen Sie die Beilagen also so, dass sie ihm nicht die Show stehlen. Frisches Brot, zum Beispiel Baguette oder Graubrot, ist ein idealer Begleiter. Es überbrückt die Zeit, während das Fleisch im Fondue brutzelt, und eignet sich prima, um sich damit durch die Dips und Saucen zu probieren.

Für die kleine Knabberei zwischendurch können Sie auch eine Rohkostplatte servieren sowie leichte Kartoffelgerichte oder eingelegtes Gemüse aus dem Glas. Die ein oder andere Beilage kann man für den besonderen Geschmack sogar im Fondue mitkochen.

Schritt 6: Welche Getränke schmecken zum Fondue?

Häufig wird zu Fleisch ganz klassisch Wein gereicht. Ein leichter, kühler Roséwein passt natürlich auch zum Fondue – aber nicht exklusiv. Der bodenständige Geschmack sorgt beim Fleischfondue dafür, dass gerade Bier eine schmackhafte Ergänzung ist. Bei ganz exotischen Fondues – ja, tatsächlich – kann sogar ein Gewürztee gereicht werden.

Schritt 7: Bevor es an die Rezepte geht – was sind die absoluten Fondue-No-Gos?

Fleischfondue ist manchmal ein Spiel mit dem Feuer. Buchstäblich. Wer kein elektrisches Fondue hat, muss streng darauf achten, dass gerade beim Fettfondue nichts daneben geht. Das heiße Öl ist leicht entzündlich, darf unter keinen Umständen ins Rechaud tropfen und sollte daher nie unbeaufsichtigt gelassen werden. Auch heiße Brühe kann sehr unangenehm werden, wenn sie herausspritzt oder daneben tropft. Daher ist es ratsam, den Fonduetopf nur zur Hälfte mit Flüssigkeit zu füllen.

Verzichten Sie auf billige Öle oder Fette. Die schmecken nicht nur mittelmäßig, sondern sind häufig auch nicht so hitzebeständig. Dabei darf das Öl beim Fondue auf keinen Fall rauchen! Das gibt einen schlechten Beigeschmack und kann sogar gesundheitsschädlich sein.

Schritt 8: Das ideale Fondue-Rezept

Nach diesen sieben Schritten sind Sie bestens auf Ihr Fleischfondue vorbereitet. Was jetzt noch fehlt? Ein leckeres Rezept natürlich! Und damit Sie mal was ausprobieren können, habe ich gleich zwei Rezepte für Sie rausgesucht.

Mit Rindfleisch: Feuertopf oder Chinesisches Fondue

Diese Art des Fleischfondues kommt aus dem ostasiatischen Raum und wird daher manchmal auch Fondue Chinoise genannt. Neben Fleisch kommen in dieses Brühfondue viele unterschiedliche Gemüsesorten. Sie brauchen:

  • 500 g Färsen Steakhüfte
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 2 Möhren
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • 200 g Sojasprossen
  • 200 g Champignons
  • 200 g Pak Choi
  • 1 Stück geriebene Ingwerwurzel
  • helle Sojasauce

Waschen Sie das Gemüse und putzen Sie die Champions. Die Möhren werden anschließend geschält und in Scheiben geschnitten, die Frühlingszwiebeln und der Lauch in Ringe und die Champignons ebenfalls in Scheiben. Pak Choi ist eine Kohlart aus Asien, die in Deutschland auch Senfkohl oder Blätterkohl genannt wird. Seine Stiele sind besonders knackig und werden etwas länger gegart als die Blätter. Trennen Sie sie also voneinander.

Servieren Sie das vorbereitete Gemüse gemeinsam mit den gewaschenen Sojasprossen auf einer Platte und reichen Sie den geriebenen Ingwer und die Sojasauce dazu. Damit kann jeder Gast sein Essen noch etwas verfeinern. Schneiden Sie das zarte Rindfleisch in dünne, mundgerechte Stücke und verteilen Sie es auf zwei Teller. So kann jeder am Tisch problemlos darauf zugreifen. Kochen Sie die Gemüsebrühe in einem Topf auf dem Herd auf und kippen Sie sie anschließend in den Fonduetopf.

Das Gemüse kann später entweder roh gegessen werden, oder Sie geben es gemeinsam mit dem Fleisch ins Fondue – so verteilen sich die Aromen.

Curry-Senf-Fondue vom Schwein

Dieses Rezept ist etwas deftiger als das erste und beweist: Auch mit wenigen Zutaten lässt sich ein köstliches Fleischfondue kreieren.

Schneiden Sie das Schweinefleisch in kleine Würfel. Vermischen Sie den Senf mit dem Currypulver und der Sojasauce, reiben Sie die Fleischwürfel damit ein und lassen Sie sie 1 Stunde stehen. Anschließend kann die überschüssige Sauce mit einer Küchenrolle leicht abgetupft werden.

Bringen Sie das Rapsöl auf dem Herd auf Temperatur (die vorhin erwähnte Holzlöffelprobe ist hier ganz hilfreich) und lassen Sie es anschließend im Fonduetopf auf dem Rechaud weiter köcheln. Reichen Sie das Fleisch dazu, sowie Brot und leckere Dips. Die feinen Fleischwürfel werden im Fondue später schön knusprig frittiert – ein wahrer Genuss!

Fazit zum Fleischfondue

Das Fondue kommt häufig nur an Silvester zum Einsatz – zu Unrecht. Es ist nicht nur eine angenehm gesellige Form der Zubereitung, sondern eine besonders leckere noch dazu. Mit wenig Aufwand, Zeit und Zutaten lässt sich mit einem Fleischfondue eine leckere Mahlzeit zaubern, die sich vor anderen Fleischgerichten nicht verstecken muss. Ja, wenn Sie mögen, können Sie gar Dry Aged Fleisch darin zubereiten.