Warum ein guter Grill so wichtig ist

Ehe wir Ihnen köstliche Alternativen zum Grillwürstchen wie Lammfilet oder Krustenbraten vorstellen, wollen wir erst ganz kurz auf die Voraussetzungen beim Grill eingehen. Denn wer auf einem Einweg- oder Campinggrill mit Holzkohle arbeitet, der wird noch lediglich ein gutes Steak darauf zubereiten können. Größere Fleischstücken wie bei einem Braten oder auch empfindliche Lebensmittel wie der ganze Lachs brauchen nicht nur mehr Platz, sondern indirekte Hitze von allen Seiten.

Ein klassischer, einfacher Grill arbeitet nur mit Unterhitze. BBQ-Smoker oder moderne Gasgrills hingegen besitzen eine Deckel, mit der Sie beim Grillen eine Art Rundum-Hitze wie im Backofen realisieren können – aber immer mit der speziellen Aromatik, dem Flavour des Grills.

Wenn Sie sich also an außergewöhnlich leckere Gerichte über Nackensteak und Co. hinaus heranwagen wollen, können wir Sie dazu nur ermutigen. Die Zubereitung ist gar nicht so kompliziert, aber ein leistungsfähiger Grill ist unverzichtbar. Beliebte und funktionale Grills für echte Grill-Spezialitäten sind folgende Varianten

Gasgrill mit Drehspieß

  • Gasgrill: Schicke Grills mit wenig Rauchentwicklung. Die Temperaturen sind sehr exakt regulierbar. Je nach Brenneranzahl mit unterschiedliche Garzonen und Deckel.
  • Smoker: MitHolzkohle oder Pellets betrieben, meist in Dampflok-Stil, sind ideal für Gerichte wie Ribs, Pulled Pork, Braten usw. geeignet. Sie erzeugen indirekte Hitze im ganzen Garraum.
  • Holzkohlegrill: Am besten mit Deckel liefern sie das Original-Grillaroma. Je nach Größe lassen sich direkte und indirekte Garzonen realisieren.
  • Kamado-Grill: Grill in Form eines großen Vogeleis mit Deckel. Nutzt eine asiatische Garmethode, perfekt für Long Jobs aber auch Pizza, Steak und Gemüse gelingt sicher.

Im Internet gibt es spezialisierte Grill-Anbieter, die vom Gasgrill, Holzkohle- oder Pelletgrill bis hin zur Outdoor-Küche für jedes Budget das passende Angebot haben. Stöbern Sie z.B. durch verschiedene Grills von Grill-Concept und entscheiden sich für den passenden Brennstoff und Grills in einem passenden Format.

 

Wie Krustenbraten und Co. auf dem Grill gelingen

Am Beispiel eines Krustenbratens wollen wir an dieser Stelle einmal darstellen, wie solche Köstlichkeiten auf dem Grill gelingen. Die Art der Zubereitung lässt sich dann auch auf ganze Hähnchen oder andere Braten-Arten übertragen.

Ein großes, dickes und saftiges Stück Fleisch wie der Krustenbraten würde allein mit der Hitze von unten nie wirklich gar werden, sondern nach und nach von unten her verbrennen. Auch durch permanentes Wenden würde das Fleisch zäh und die erwünschte Kruste würde bei jeder Wendung bröckeln. Ein durchdachter Grill mit Drehspieß ist für Krustenbraten, ganze Hähnchen oder einen Lammspieß die wesentlich bessere Alternative.

Folgendes Rezept samt Zubereitung sorgt bei der nächsten Grillparty für den Wow-Effekt:

  • Krustenbraten, gepökelt vom deutschen Hausschwein.
  • Gewürzmischung nach Wahl, grobes Salz und etwas Apfelsaft – mehr braucht es nicht.
  • Die Fettschwarte wird vor dem Grillen mit einem scharfen Messer im Schachbrett-Muster eingeritzt. Hier nimmt man die spätere Einteilung der Stücke vorweg durch die Linien.
  • Mit einer Marinier-Spritze können Apfelsaft oder andere Flüssigkeiten vor dem Grillen ins Fleisch gespritzt werden, damit das Fleisch garantiert saftig bleibt.
  • Nun wird das grobe Meersalz großzügig auf die eingeritzte Fettseite gestreut. Das Salz in den Zwischenräumen entzieht dem Fett Feuchtigkeit, wodurch es super knusprig wird.
  • Parallel sollte der Grill auf 160 bis 180 °C vorgeheizt werden.
  • Der vorbereitete Krustenbraten wird nun in einer hitzebeständigen Schale mit der Fettschwarte nach oben in den Grill gestellt.
  • Nun kontrollieren Sie mit Ihrem Fleischthermometer, wann der Krustenbraten eine Kerntemperatur von 75 °C erreicht hat. Beim Erreichen von 70 °C steigern Sie nochmal die Temperatur des Grills auf 200 bis 220 °C, um die Kruste zu finishen.

Der ganze Vorgang dauert je nach Größe des Krustenbratens zwei bis drei Stunden, lässt sich also super vorbereiten und das mit wenig Aufwand. Die Vorbereitung ist einfach und nur ab und zu ist eine Kontrolle erforderlich. Als Beilage zum deftigen Braten eignet sich neben einem frisch auf dem Grill gebackenem Brot ein herzhaftes Sauerkraut. Die Top 10 der perfekten Beilagen zu hochwertigem Grillfleisch funktionieren praktisch immer.

 

Flank-Steak und Lammfilet statt zäher Nacken

Wer für wenig Geld viele Freunde bewirten will, der wird wohl immer wieder zu Würstchen und meist schon marinierten Nackensteaks greifen. Wo Sie im Supermarkt an der Fleischtheke nur noch zwischen undefinierter, roter und grüner Marinade auswählen, bietet die eigene Vorbereitung weit mehr Möglichkeiten. Über die Grill-Gewohnheiten in Deutschland werden übrigens sehr detaillierte Statistiken geführt.

Keine Angst vor Knochen! Fleisch am Knochen ist heute fast nur noch als Spare-Rips eine trendige Angelegenheit. Dass Kotelette & Co. in der Küche immer seltener zubereitet werden, muss am vermeintlichen Aufwand beim Verzehr liegen. Spätestens am Grill erleben Sie und Ihre Besucher, welche coolen Vorzüge der Knochen am Fleisch bietet.

Probieren Sie mit hochwertigem Lamm-Kotelette und dem integrierten Haltegriff (der kleine Knochen) geschmacklich etwas Neues. Oder probieren Sie zunächst das schlanke Lammfilet, das durch eine Marinade aus Olivenöl, Zitrone, Rosmarin und etwas Minze ins einem Eigenschmack perfekt flankiert wird. Lassen Sie die Marinade gut sechs Stunden einwirken und gut zwei Stunden vor dem Grillen bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nun wird überflüssige Marinade leicht abgetropft und auf den Grillrost gelegt. Nach vier bis sechs Minuten unter einmaligem Wenden ist das Lamm perfekt gegart und sollte innen noch leicht rosa schimmern.

Wer Fleisch liebt, der kommt um Steaks auch auf dem Grill nicht herum – Nackensteak vom Discounter hat mit einem Flank-Steak oder anderen, hochwertigen Steaks praktisch nichts gemeinsam. Das Flank-Steak ist auch eine Besonderheit, denn es stammt nicht aus dem Rinderrücken. Vielmehr stammt das Fleisch aus dem hinteren Teil des Bauches und ist ein flacher Bauchmuskel. Angenehm lange Fasern, die magere Qualität und der intensive Geschmack machen die Flank zur perfekten, kurz gebratenen Grillzutat.