Nach dem ganzen vorweihnachtlichen Stress ist der gemeinsame Schmauß die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und die Zeit mit seinen Liebsten zu genießen (und natürlich das leckere Essen). Damit bei Ihnen an Weihnachten alles glatt läuft, sollten Sie sich schon frühzeitig an die Vorbereitungen machen. Gut Ding will schließlich Weile haben! Hier ein paar nützliche Tipps und leckere Rezepte.

Erste Zutat für ein gelungenes Weihnachtsessen: gute Planung

Die Gäste warten schon hungrig am Tisch, der Weihnachtsbraten droht zu verbrennen und dann merken Sie auch noch, dass keine Butter mehr im Haus ist. Vermeiden Sie solche Horrorszenarien indem Sie Ihr Weihnachtsmenü bereits weit im Voraus planen, ruhig eine Woche oder mehr.

Knöpfen Sie sich die Rezepte für Ihr Weihnachtsessen vor und besorgen Sie schon mal alles, was länger haltbar ist, zum Beispiel Gewürze, Getränke, Zucker und Co. Lassen Sie sich Ihr frisches Fleisch bequem vor Heiligabend nach Hause liefern, die letzten frischen Zutaten sollten Sie am 23. Dezember besorgen. Viele Leute stehen dann am 24. schon morgens um 7 Uhr vor dem Supermarkt, um noch die letzten Einkäufe zu tätigen. Glauben Sie mir, Sie wollen sich diesen Stress nicht antun.

Die passende Deko zum Festtagstisch ? weniger ist mehr

Ich hab ja eigentlich weiß Gott nichts mit Dekoration am Hut, das ist das Steckenpferd meiner Frau. Gerade Weihnachten ist das aber auch gar nicht so schlimm. Teller, Gläser, Töpfe, Flaschen – der Tisch wird wirklich voll genug. Reduzieren Sie Ihre Deko also auf eine hübsche Tischdecke, festliche Servietten und vielleicht noch ein paar frische Tannenzweige. So bleibt mehr Platz für das Wesentliche: das Essen!

Beim Kochen ist noch etwas übrig geblieben? Hier gibt es ein paar raffinierte Tipps, wie man aus winterlichen Zutaten hübsche Deko basteln kann.

Von den Zutaten zum fertigen Weihnachtsmenü

Alle Einkäufe sind erledigt, die Wohnung ist hergerichtet. Jetzt geht es an die Zubereitung. Alles soll pünktlich fertig werden, aber Sie können sich natürlich nicht in zwei Hälften teilen. Holen Sie sich deswegen ruhig Unterstützung! Wer sagt schließlich, dass Sie Ihre Familie erst am Esstisch sehen und nicht schon vorher in der Küche?

Was außerdem hilft: Viele Rezepte müssen nicht à la minute fertig werden (also genau dann, wann sie auch gegessen werden). Manche Desserts können beispielsweise schon morgens zubereitet werden und warten anschließend im Kühlschrank auf ihren Auftritt. Den ein oder anderen Braten kann man auch ganz lange niedergaren und erst kurz vor dem Servieren nochmal bei höherer Temperatur fertig brutzeln. So ersparen Sie sich unnötigen Stress und können das Festtagsessen auch selbst genießen.

Unser Weihnachtsmenü: Rezepte für drei festliche Gänge

Beim Weihnachtsessen geht es nicht darum, möglichst schnell satt zu werden, sondern das Essen und die gemeinsame Zeit lange zu genießen. Sie sollten also darauf achten, dass Ihren Gästen nicht schon nach dem ersten Gang die Luft ausgeht. Natürlich, am Ende wird es ein paar Rülpser geben, vielleicht wird sogar der ein oder andere Hosenknopf abplatzen – wie es sich für ein anständiges Weihnachtsessen nunmal gehört. Aber mit dieser raffinierten Vorspeise starten Sie erstmal ganz leicht in den Abend.

Vorspeise: Bunter Salat mit gratiniertem Ziegenkäse, Feigen und Balsamico-Schoko-Dressing

  • 60 g Bitterschokolade (mind. 70 % Kakao)
  • 140 g Rohrzucker
  • 150 ml Orangensaft
  • 100 ml Balsamico-Essig
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200 g Ziegenkäse
  • 1 EL Honig
  • 300 g gemischter Blattsalat (z.B. Feldsalat, Radiccio, Babyspinat, Rucola)
  • 200 g Kirschtomaten
  • 4 Feigen
  • Salz und Pfeffer
  • Chiliflocken

Geben Sie den Zucker, den Orangensaft und den Essig in einen Topf. Erhitzen und rühren Sie das Ganze so lange, bis der Zucker sich gelöst hat. Lassen Sie die Mischung etwa fünf Minuten köcheln. Reiben Sie währenddessen die Schokolade, geben Sie sie anschließend dazu und bringen sie unter Rühren zum Schmelzen. Schmecken Sie das Dressing mit Salz, Pfeffer und den Chiliflocken ab und lassen es abkühlen.

Während der Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizt, waschen Sie den Rosmarin, zupfen die Nadeln ab und hacken sie grob. Schneiden Sie den Ziegenkäse in Scheiben, legen ihn auf Backpapier auf ein Blech und bestreichen Sie ihn mit dem Honig. Streuen Sie den Rosmarin darüber und stellen Sie das Blech für zehn Minuten in den Backofen.

Waschen Sie in der Zwischenzeit den Blattsalat, die Kirschtomaten und die Feigen und trocknen sie ab. Vierteln Sie die Tomaten und Feigen und geben Sie sie gemeinsam mit dem gratinierten Ziegenkäse in den Salat. Mit dem Balsamico-Schoko-Dressing vollenden Sie die Vorspeise.

Übrigens: Klassisches Baguette schmeckt ganz wunderbar dazu, damit lässt sich das leckere Dressing bis auf den letzten Tropfen auskosten.

Mit dieser ausgefallenen und gleichzeitig leichten Vorspeise haben Sie Ihre Gäste sofort auf Ihrer Seite. Der kommende Hauptgang legt beim Weihnachtsessen noch eine Schippe drauf.

Hauptgang: Gefüllte Ente mit Pilzen und raffinierten Gewürzen

  • 1 große Ente, ca. 3 kg
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 500 g frische, gemischte Pilze
  • 250 g Kastanien
  • 50 g Pinienkerne
  • 50 g Cranberries
  • 3 EL Rundkornreis
  • 2 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 10 g frische Petersilie
  • 1 TL Piment
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Muskat
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 TL Suppengewürz
  • Salz und Pfeffer

Kleiner Hinweis vorab: Wenn Sie Zeit sparen möchten, können Sie die Kastanien schon am Vortag waschen und schälen.

Waschen und trocknen Sie die Ente und untersuchen Sie sie anschließend auf mögliche Federkiele. Mischen Sie Piment, Majoran, Thymian, Muskat und etwas Salz und Pfeffer zusammen und reiben Sie die Ente von innen und von außen mit dieser Mischung ein. Damit das Fleisch die Aromen gut aufnehmen kann, lassen Sie die Gewürze etwa eine Stunde einwirken – genug Zeit, um schon mal andere Dinge vorzubereiten, zum Beispiel die Füllung.

Schneiden Sie dafür die Pilze und die Zwiebel klein und zerkleinern Sie die Petersilie. Die Zwiebelstücke kommen mit etwas Olivenöl und einem Teelöffel Paprikapulver in die Pfanne und werden angebraten. Nach ein paar Minuten geben Sie die Pilze und den zweiten Teelöffel Paprikapulver gemeinsam mit etwas Salz und Pfeffer dazu. Braten Sie das Ganze bei mittlerer Hitze etwa fünf bis zehn Minuten lang (das Wasser der Pilze sollte verkochen). In dieser Zeit können Sie die Kastanien, die Pinienkerne, die Cranberries, den Rundkornreis, die Petersilie, den Wein und 100 ml Wasser bereitstellen. Löschen Sie die Zwiebel und die Pilze mit dem Wein ab und geben Sie sofort die bereitgestellten Zutaten dazu. 15 Minuten dünsten lassen, anschließend den Inhalt der Pfanne in die Ente füllen und die Ente zunähen.

Die nächsten drei Stunden verbringt der Entenbraten in einem Bräter im Backofen, eine Stunde mit der Brust nach unten, die letzten beiden auf dem Rücken. Ab und zu sollten Sie die Ente mit Bratenfond übergießen, damit sie nicht zu sehr austrocknet. Mischen Sie nebenbei den Orangensaft mit einem Teelöffel Honig und pinseln Sie die Ente 15-20 Minuten vor dem Ende der Bratzeit komplett damit ein.

Sie möchten gern eine leckere Soße dazu servieren? Geben Sie den Bratenfond nach dem Garen in einen Topf, geben Sie bei Bedarf Wasser dazu und binden Sie das Ganze mit Speisestärke. Mit etwas Suppengewürz können Sie die Soße nach Ihrem Gusto abschmecken.

Wenn sich nach diesem köstlichen Hauptgang der ein oder andere Gast schon zufrieden an den Bauch greift, könnten diese Tipps noch Platz fürs Dessert schaffen.

Nachspeise: Süßer Himbeerschaum

Eigentlich sind alle längst satt, aber so ganz ohne Nachtisch geht es ja irgendwie auch nicht? Zum Glück haben Sie da noch ein Ass im Ärmel, beziehungsweise ein Dessert im Kühlschrank. Diesen leckere Himbeertraum? äh? -schaum können Sie nämlich ruhig schon mittags vorbereiten – und müssen sich abends keine Gedanken mehr darum machen.

  • 500 g Himbeeren
  • 6 Blatt Gelatine
  • 125 ml kaltes Wasser
  • 125 ml Milch
  • 100 g Zucker
  • 1 Zitrone
  • 250 ml süße Sahne

Mahlen Sie die Gelatine und lassen Sie sie danach im Wasser einweichen. Pürieren Sie die Himbeeren und passieren Sie sie durch ein Sieb. Die Milch wird erhitzt und die eingeweichte Gelatine darin aufgelöst. Geben Sie diese Mischung unter das Himbeerpüree und schmecken Sie das Ganze mit dem Zucker und etwas Zitronensaft ab.

Sobald die Masse zu gelieren beginnt, schlagen Sie die Sahne steif und heben Sie diese vorsichtig unter. Der fertige Himbeerschaum kann jetzt schon auf kleine Gläschen verteilt werden – so ist er später direkt bereit zum Servieren. Stellen Sie die Gläschen für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, und freuen Sie sich jetzt schon auf das leckere i-Tüpfelchen des Abends.

Fazit zum Weihnachtsessen

So ein Weihnachtsmenü kann schon ziemlich viel Stress bedeuten. Mit den richtigen Vorbereitung und den passenden Rezepten wird Weihnachten für Sie aber nicht nur entspannt, sondern auch noch verdammt lecker. Ob Entenbraten oder ein anderes leckeres Gericht nach Ihrem Geschmack: Schauen Sie sich in unserem Weihnachtssortiment um und lassen Sie sich Ihr Fleisch kurz vor Heiligabend frisch an die Haustür liefern.