Grillen ist weiterhin des Deutschen fast-liebstes Hobby. Dabei besteht Grillen schon lange nicht mehr aus den ordinären Würstchen oder dem Steak, nein, das Grillen wird zelebriert und gar mit eigenen Kochbüchern versehen. Aber so spannend, wie es ist, das Gargut auf dem Rost zu beobachten, so störend ist für viele Grillfreunde die Zubereitung der Beilagen. Natürlich gibt es hier Möglichkeiten, beispielsweise, dass die eingeladenen Gäste für Salate, Brote und Soßen zuständig sind. Das hilft aber nicht, wenn man nur für sich und die Familie grillt. Aber gibt es nicht praktische Helfer, mit denen die Grillbeilagen beinahe auf Knopfdruck zubereitet werden können? Dieser Artikel stellt drei von ihnen vor.

1. Küchenmaschinen – die Allroundhelfer

Echte Küchenmaschinen sind wahrlich Allroundtalente und bieten allerlei Vorzüge. Sie kneten Teig, sie mischen, verrühren, einige von ihnen können sogar erhitzen und backen. Küchenmaschinen zerkleinern Zutaten und stellen die praktische Hilfe für Arbeiten dar, vor der es wohl den meisten Hobbyköchen scheut. Nur ist eine Küchenmaschine nicht gleich Küchenmaschine. Sicherlich muss es nicht unbedingt ein Gerät in der Preisklasse eines Pärchenurlaubs sein, dennoch gilt hier: Wer nicht aufpasst und nur spart, der kauft zwei Mal:

-      Aufgabenumfang – vor der Anschaffung sollte man sich gezielt überlegen, für welche Zwecke das Gerät eigentlich benötigt wird. Umso mehr Arbeiten die Maschine übernehmen kann, desto höher ist die Chance, dass keine davon zufriedenstellend erledigt wird.

-      Fassungsvermögen – auch darauf kommt es an. Es macht keinen Spaß, wenn das Gerät mehrfach hintereinanderlaufen muss, nur weil die Zutaten nicht alle in den Behälter passen.

-      Leistung – die benötigte Wattzahl hängt von den wahrscheinlichsten Arbeiten ab. Wer zwischendurch mal Eischnee, Rührteig oder Sahne schlagen will, der kommt mit einer Maschine aus, die 500 Watt bringt. Für das Kneten von Brot oder dem Zerkleinern härterer Zutaten reicht diese Leistung nicht. Soll das Gerät auch noch erhitzen, ist eine Leistung von über 1200 Watt notwendig.

-      Tests lesen - Küchenmaschinen, auch die der Discounter, wurden schon mehrfach getestet. Während der Tests kam mitunter das Problem der Überhitzung auf. Da aus einer reinen Beschreibung manchmal nicht erkennbar ist, wie lange der Motor laufen kann, bis der Überhitzungsschutz greift, sollten Hobbyköche unbedingt die Testberichte und Bewertungen vor dem Kauf lesen.

Mit der richtigen Küchenmaschine gehen viele Arbeiten deutlich einfacher von der Hand. Zudem macht sie Spaß, denn sie übernimmt einen Teil der Vorbereitungsarbeiten, während man selbst schon die nächste Arbeit beginnen kann.

2. Multischneider – schneidet alles kurz und klein

Manchmal hat das Schneiden und Zerkleinern von Gemüse und Obst etwas Meditatives. Handelt es sich jedoch um größere Mengen, verlieren auch die besten Reiben und Messer ihren Reiz. Nun kommt der Multischneider ins Spiel. Das elektrische Gerät übernimmt die Schnippelei, doch auch hier gilt: Vor dem Kauf aufpassen:

-      Arbeitsumfang - es kommt aufs Gerät an. Allgemein dienen Multischneider dem Zerkleinern, doch ob nun Scheiben, Würfel, Achtel oder auch nur kleine Häcksel geschnitten werden, wird schon mit dem Kauf bestimmt.

-      Geräteart - besonders unterscheiden sich Multischneider in der Form des Zubehörs. Welche Messer sind dabei? Es sollten mehrere Reiben, Hobel, Messer und Schneideinsätze zum Schneider gehören. Zudem spielen die Behältnisse eine tragende Rolle, denn ist der Auffangbehälter oder Restebehälter zu klein, muss die Arbeit wieder mehrfach unterbrochen werden.

Grundsätzlich erleichtert der Multischneider die oft zeitaufwendige Vorbereitung in der Küche. Er kann allerdings auch zum Schneiden von Obst oder zum Pürieren von Obst genutzt werden – der Smoothie ist nun auch im Handumdrehen fertig.

3. Heißluftfritteuse – endlich kein Frittierfett mehr

Krosse, leckere Pommes gehören für viele Menschen zum Grillen mit dazu. Nun gibt es bei selbstgemachten Pommes aber immer zwei Schwierigkeiten. Im Backofen werden sie zwar lecker, doch fehlt ihnen oft dieses gewisse Etwas. In der üblichen Fritteuse gelingen die leckeren Pommes-Stäbchen schon eher, nur:

-      Ungesund – frittierte Pommes entsprechen nicht gerade der gesunden Ernährung. Das trifft insbesondere auf Pommes zu, die zu lange im Fett verbleiben.

-      Geruch – die Küche, meist auch die Nachbarräume, riechen nach dem Frittieren wie eine Pommesbude. Auf Dauer stört das.

-      Entsorgung – das größte Problem ist das Frittierfett. Es darf zwar in den Hausmüll, doch bleibt das Geruchsproblem bestehen. Zudem ist es oft schwierig, das Fett gut aus der Fritteuse zu lösen.

Abhilfe schafft die Heißluftfritteuse. Sie verzichtet auf Frittierfett und Öl, sondern frittiert das Gut mit heißer Luft. Da die Hitzeeinwirkung eingestellt werden kann, lässt sich die Fritteuse auch zum Warmhalten von Speisen nutzen. Im Ergebnis kommen die Pommes schön knackig und goldgelb aus der Fritteuse, ohne aber die sonstigen Nachteile mit zu bringen. Zudem können sie auch Brathähnchen oder gar Muffins zubereiten. Die Stiftung Warentest testete zuletzt etliche Geräte und stellte vier Geräte auf die vorderen Plätze. Wichtig ist, sich vorab die Testberichte durchzulesen, denn nicht jedes Gerät kann jedes Gericht ausreichend frittieren. Einige schafften Pommes und Muffins, hatten aber Probleme mit dem Garen von Fleisch.

Pommes frites aus der Heißluftfritteuse 

Abbildung 2: leckere Pommes aus der Heißluftfritteuse - zum selbst gegrillten Burger einfach göttlich.

Fazit – auf die Helfer kommt es an

In der heimischen Küche haben wohl die Wenigsten eine eigene Küchenhilfe. Oft genug bleibt die Zubereitung und Vorbereitung bei einem selbst hängen, sodass das Grillen bereits im Vorfeld anstrengend wird. Nicht aber, wenn praktische Küchengeräte im Haus sind. Küchenmaschinen können jederzeit beim Kochen und Zubereiten helfen, selbst das Brot backen wird mit ihnen dank kräftiger Knethaken wesentlich einfacher. Multischneider zerkleinern alles, was ihnen unter die Messer kommt – hier ist allerdings Obacht um die eigenen Finger geboten. Und Heißluftfritteusen gelingt es, endlich den Geruch von altem Fett aus der Küche zu vertreiben, da sie solche Hilfsmittel gar nicht erst benötigen. Wer gerne und viel grillt, aber auch den Rest des Jahres gerne kocht, der sollte sich überlegen, ob nicht ein elektrischer Küchenhelfer einziehen soll. Da die meisten Geräte multifunktional sind, erleichtern sie die Küchenarbeiten in vielerlei Hinsicht. Und wer freut sich nicht, wenn das Netz Kartoffeln demnächst nicht mehr mit den bloßen Händen geschält werden muss?